Eigenbluttherapie hilft zur schnelleren Heilung von Verletzungen
Physiotherapie Homepage
zur www.physioweb.de Homepage
/ info

News und Informationen

zu desicare.de Info und Shop
Impressum  |  Presse  |  Wissen  |  Foren  |  Newsletter  |  Service  |  mein Physioweb
Schnellsuche in Rubrik Hilfe zur Suchfunktion
User / Passwort
angemeldet bleiben? KLICK
NeuanmeldungPasswort vergessen ?
Boards
Themen
Physio-allg.
Wissen/QM
Schülerforum
Ortho/Trauma
Neuro/Kinder
Alternativ-Th.



E-Mail an webmaster physioweb.de
Datum:
12.12.2018
8 Uhr 29

 

 

 

 


Eigenbluttherapie hilft zur schnelleren Heilung von Verletzungen

bearbeitet von unserem(r) Redakteur(in) Roland Bruzek

25.08.15




aus: Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Universitätsklinikum Regensburg, Katja Rußwurm, 29.07.2015

Regeneration von Sportverletzungen bessern

Zwei Doktoranden des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) wurden für
ihre Forschungsarbeiten im Bereich der Versorgung von Sportverletzungen
mit dem Young Investigator Award der Gesellschaft für Orthopädisch-
Traumatologische Sportmedizin (GOTS) ausgezeichnet.

Siegmund Lang und Alexander Hanke, Doktoranden in der Klinik und
Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR, beschäftigen sich wissenschaftlich
unter Anleitung von Dr. Markus Loibl, Assistenzarzt in der Klinik und
Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR, mit der Regeneration von
Sportverletzungen. Für ihre Forschungsarbeiten wurden sie im Rahmen des
GOTS Jahreskongresses im Juni 2015 in Basel (Schweiz) mit dem GOTS Young
Investigator Award ausgezeichnet. Sigmund Lang, der die Wirkungsweise von
Thrombozytenreichem Plasma als Eigenbluttherapie untersuchte, erhielt
dabei den mit 2.000 Euro dotierten ersten Preis. Die Prognose von
Knieverletzungen nach Skiunfällen, mit der sich Alexander Hanke
beschäftigte, würdigte die Jury mit dem mit 500 Euro dotierten dritten
Platz.

Eigenbluttherapie zur schnelleren Heilung von Verletzungen

Die Eigenblutbehandlung bei Verletzungen ist unter Spitzensportlern
bereits etabliert und auch immer mehr Sportärzte nehmen die Therapie mit
dem sogenannten Platelet Rich Plasma (PRP) in ihr Behandlungsspektrum auf.
Um das plättchenreiche Plasma zu gewinnen, wird eine Blutprobe des
Patienten durch Zentrifugation in rote Blutkörperchen, Plasma und
Blutplättchen getrennt. Im Anschluss kann das entstandene PRP direkt in
die verletzte Körperregion eingebracht werden. Körpereigene
Wachstumsfaktoren, die in PRP hoch konzentriert sind, gelangen so genau
dorthin, wo sie gebraucht werden, und die Heilung von verletzen Muskeln,
Sehnen oder Knorpel wird ganz ohne zusätzliche Medikamente gefördert.

PRP enthält allerdings auch eine Vielzahl weißer Blutkörperchen, welche
nachweislich eine entscheidende Rolle bei Entzündungen spielen und zu
vermehrter Narbenbildung in verletztem Gewebe führen. Wissenschaftler
stellen sich daher die Frage, ob die PRP-Therapie eventuell eine
beschleunigte Heilung auf Kosten der Stabilität der behandelten Strukturen
bedingt. Diesem Risikofaktor nahm sich Siegmund Lang in seiner
Forschungsarbeit an.

Zur Untersuchung wurde aus dem Blut von 30 Probanden PRP hergestellt.
Durch diverse Einstellungsänderungen des Zentrifugationsprozesses gelang
es schließlich, die Anzahl der weißen Blutkörperchen im PRP deutlich zu
senken. Der Regensburger Nachwuchsforscher hat daraufhin Stammzellen der
Probanden mit dem modifizierten PRP behandelt und beobachtet. Nach 48
Stunden zeigte sich, dass doppelt so viele Stammzellen zur Vermehrung
angeregt wurden als ohne Behandlung mit dem plättchenreichen Plasma. Der
positive Einfluss von PRP auf das Wachstum von körpereigenen Stammzellen
konnte somit bewiesen werden.
„Wenngleich die genauen Effekte der Therapie und der Einfluss
verschiedener Herstellungsmethoden von PRP auf die Zusammensetzung des
Produkts noch immer nicht ausreichend erforscht sind, so hat das Team der
Unfallchirurgie doch maßgeblich zur Weiterentwicklung der PRP-Therapie
beigetragen“, erläutert Professor Dr. Michael Nerlich, Direktor der Klinik
und Poliklinik für Unfallchirurgie des UKR.

Das Verhalten des Knies nach Verletzungen durch Skiunfälle

Bei Verletzungen, die beim Skifahren entstehen, ist am häufigsten das
Kniegelenk betroffen. Schwerwiegend sind neben Bandverletzungen auch
Knochenbrüche, vor allem Schienbeinkopfbrüche, da diese zu einer schweren
Einschränkung der Kniegelenksfunktion führen können. Die Heilungsprognose
von Kniegelenken nach solchen Skiunfällen erforschte Alexander Hanke in
seiner wissenschaftlichen Arbeit.
Hanke untersuchte dafür 83 Patienten, die sich in den Jahren 2000 bis 2006
einen Schienbeinkopfbruch beim Skifahren zugezogen hatten. Auf den
Röntgenbildern wurde sichtbar, dass die durch Operationen
wiederhergestellte Gelenkfläche nach zehn Jahren unverändert gut erhalten
war und auch die Verschleißerscheinungen des Gelenkknorpels den
alterstypischen Veränderungen entsprachen. Die Funktion des Kniegelenks
war bei den meisten Patienten nicht wesentlich eingeschränkt. So ist es
ihnen auch weiterhin möglich, sportlich aktiv zu sein.
Hanke fand heraus, dass der ausschlaggebende Grund für die positive
Prognose nicht nur bei der operativen Versorgung zu suchen ist, sondern
auch bei den Patienten selbst. Als Sportler pflegen diese in der Regel
einen aktiven Lebensstil, haben wenig Begleiterkrankungen und auch eine
hohe Rehabilitationsmotivation.

GOTS Young Investigator Award

Die Deutsch-Österreichische-Schweizer Gesellschaft für Orthopädisch-
Traumatologische Sportmedizin ist der zweitgrößte Zusammenschluss von
Sportorthopäden und Sporttraumatologen weltweit. Sie fördert die Aus-und
Weiterbildung, die Forschung sowie den internationalen Austausch unter
sportorthopädisch und sporttraumatologisch tätigen Medizinern und
Berufsgruppen angrenzender Fachgebiete mit dem Ziel, das Verständnis von
sportlicher Belastung und Verletzungen zu verbessern, um die
muskuloskelettale Funktion und Lebensqualität zu erhalten.
Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses findet jährlich im Rahmen
des GOTS Jahreskongresses das Forum „GOTS Young Investigator Award – by
Ottobock“ statt. Sämtliche eingereichte Forschungsarbeiten werden dabei
von einer unabhängigen Jury begutachtet und bewertet.

 

Quelle: Pressemitteilung: http://idw-online.de/de/news635430


zurück zur Listezurück zur Liste


meine Meinung / Beitrag zu diesem Thema:
Sie können Beiträge nur als angemeldeter User schreiben.
Neuuser bitte HIER anmelden


| Berufsverbände dt | Berufsverbände and. | Physiotherapieforum  | Facharbeiten | Fachhochschulen | Fortbildung | Datenschutz | Impressum | Kleinanzeigen | Kongressveranstalter | News | Newsletter | Partner | Presse | Physiotherapie-Portal | Schulen | Selbsthilfe | Stellenbörse/Jobs | User |



Therapiemethoden und Krankheitsbilder Newsliste


Jetzt bookmarken:
Google-Bookmark   Bookmark-Facebook   Bookmark-StudiVZ   Xing-Bookmark

 

Neue Leitlinien zu Spezifischem Kreuzschmerz erschienen 06.02.2018
Neue Leitlinien zu Spezifischem Kreuzschmerz erschienen
Omega3 Fettsäuren halten Immunsystem fit und regulieren Entzündungen 10.01.2018
Omega3 Fettsäuren halten Immunsystem fit und regulieren Entzündungen
Sport ist gut fürs Herz, Bluthochdruck schlecht 11.12.2017
Sport ist gut fürs Herz, Bluthochdruck schlecht
Vitaminversorgung im Alter 07.12.2017
Vitaminversorgung im Alter
Schlaganfall, wieder Laufen mit Hirnschrittmacher 27.11.2017
Schlaganfall, wieder Laufen mit Hirnschrittmacher
zufriedener mit neuem Kniegelenk 16.11.2017
zufriedener mit neuem Kniegelenk
Fachbücher zum Thema
C. Lüring
Künstliche Kniegelenke

Bestellinfos
Beat Hintermann
Endoprothetik des Sprunggelenks

Bestellinfos
Susanne Hofmann-Dörwald
Praxishandbuch OP

Bestellinfos
Reinhard Larsen
Praxisbuch Anästhesie

Bestellinfos
Ethan O. Bryson; Elizabeth A. M. Frost
Perioperative Addiction

Bestellinfos
Wolfgang Schwenk; Claudia Spies; Joachim Michael Müller
Fast Track in der operativen Medizin

Bestellinfos



Produkte suchen