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Datum:
11.03.2010
10 Uhr 57

 

 

 

 


Zu salziges Essen erhöht das Schlaganfallrisiko


03.02.10

aus: Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften, Medizin - Kommunikation, 27.01.2010

Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft: Zu salziges Essen erhöht das Schlaganfallrisiko

Berlin - Zu viel Salz im Essen erhöht die Wahrscheinlichkeit, einen
Schlaganfall zu erleiden. Denn mit dem Salzkonsum steigt auch der
Blutdruck an. Bei einem Verzehr von täglich zehn statt der empfohlenen
fünf Gramm Salz
, erhöht sich das Schlaganfallrisiko langfristig um
fast ein Viertel. Davor warnt die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft
(DSG) anlässlich einer aktuellen Meta-Analyse. Hierfür hatten die
Wissenschaftler Ergebnisse aus 13 Studien mit mehr als 170.000
Teilnehmern ausgewertet.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine tägliche Zufuhr
von fünf Gramm Salz am Tag. Wer beim Mittagessen regelmäßig nachsalzt
oder häufig auf Fertigprodukte oder Fastfood zurückgreift, kommt
schnell auf die doppelte Menge, erläutert Professor Dr. med. Martin
Grond, Vorstandsmitglied der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und
Chefarzt am Kreisklinikum Siegen. Dieser Unterschied von fünf Gramm
am Tag entspricht in etwa einem Teelöffel. Langfristig steigt das
Schlaganfallrisiko dadurch um 23 Prozent. Hinzu kommt noch ein um17
Prozent erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder andere
Herzkreislauferkrankungen zu erleiden.

Für Grond belegt die Meta-Analyse eindeutig, dass eine salzarme und
ausgewogene Ernährung einem Schlaganfall vorbeugen kann. Denn zu
salziges Essen führt zu Bluthochdruck. Dieser wiederum ist die
wichtigste Ursache von Schlaganfällen. Die neue Studie beweist
erstmals, wie schädlich ein zu hoher Salzkonsum tatsächlich ist. Durch
eine Reduktion des Salzkonsums könnte man weltweit jedes Jahr 1,25
Millionen Menschen vor einem tödlichen Schlaganfall und drei Millionen
Menschen vor einem Herz-Kreislauf-Tod bewahren.

Ernährungsratschläge allein werden die Situation nach Einschätzung von
Grond nicht ändern. Das meiste Salz wird dem Essen heute nicht beim
Kochen oder am Mittagstisch zugefügt. Es ist bereits in den im
Supermarkt gekauften Produkten und Grundnahrungsmitteln wie Brot, Käse
und Wurst enthalten. Die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft fordert
deshalb, dass der Salzgehalt der Nahrung besser gekennzeichnet wird.


aus dem Newsletter Feb-2010 von Physioweb.de
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Roland Bruzek
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